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Frank Römer

Osteopathie bei Kindern

Osteopathie ist eine so genannte ganzheitliche Methode der Medizin, die vor fast 100 Jahren von dem amerikanischen Arzt Dr. Andrew Taylor Still entwickelt wurde. Seit Mitte der sechziger Jahre des 20. Jahrhunderts ist die Osteopathie in den Vereinigten Staaten eine anerkannte Hochschulausbildung und wird als Ausbildung auch in verschiedenen europäischen Staaten anerkannt.  In Deutschland wird Osteopathie von verschiedenen Ärzten, Heilpraktikern und Physiotherapeuten mit einer entsprechenden 5jährigen Zusatzausbildung angewandt.

Als ganzheitliche Therapieform sieht die Osteopathie die verschiedenen Bestandteile unseres Körpers in einem Wechselspiel zueinander, d.h. Knochen, Muskeln, Nerven und innere Organe wirken zusammen. Wenn dies harmonisch funktioniert, bezeichnen wir das als 'gesund'.


Störungen beim Kind

Durch verschiedene Ursachen kann das harmonische Zusammenspiel zwischen den Bestandteilen des Körpers gestört werden, beim Kind z.B. durch eine schwere Geburt, durch Stürze (Treppen, Stühlchen, Wickeltisch), aber auch andere Unfälle sowie durch Infektionen, durch Probleme in der Schwangerschaft, Medikamenteneinnahme während der Schwangerschaft oder der Geburt. Die dadurch ausgelösten Gesundheitsprobleme müssen sich nicht nur an den ursprünglich betroffenen Körperpartien realisieren, sondern können sich, wegen des Zusammenspiels aller dieser oben genannten Komponenten auch an weiter entfernten Körperbereichen äußern.

Deswegen können sich Verspannungen oder Blockierungen von Muskeln und Gelenken, vegetative Störungen (z.B. Verdauungsstörungen) oder auch Fehlfunktionen von Organen, an anderen Stellen im Körper zeigen. Das Bindegewebe, die Knochen, Sehnen und Bänder, Muskeln und Nervengewebe übertragen dabei die Spannungen direkt oder indirekt auf nähere und weiter entfernte Körpergewebe, also vom Brustraum in den Bauchraum oder auch in den Halswirbelbereich.

Bei Babys entstehen die genannten Funktionsstörungen meist durch den Druck im Mutterleib durch die räumliche Enge, durch vorzeitige Wehen und während der Geburt durch die Wehen und die Enge des Geburtskanals. Der während der Geburt auf den Schädel und Körper des Babys einwirkende starke Druck, der gleichzeitig nach außen (Wehen) und zusammendrückt (Geburtskanal) führt zu einer Verschiebung der noch nicht Festverbundenen Schädelknochenteile und wirkt auch auf Nerven und Gefäße ein. Besonders hoch ist der Druck, wenn die Beckenknochen der Mutter noch nicht ausreichend aufgelockert sind, wie dies gegen Ende einer normalen Schwangerschaft durch die Hormone der Mutter geschieht, also z.B. bei einer Frühgeburt. Allerdings soll dies nicht heißen, dass ein Kaiserschnitt besser wäre. Die natürliche Geburt sollte immer einem Kaiserschnitt vorgezogen werden. Die hervorgerufenen Symptome können ganz unterschiedlich sein und sind vom Alter des Neugeborenen abhängig.


Behandlungsmethoden beim Kind

Worin besteht nun die Behandlung? Durch sanfte Griffe am Kopf werden die Verschiebungen der Schädelknochen beseitigt und das Gehirn entlastet. Dies führt in der Folge zu einer Entspannung der Bindegewebe und einer Gleichgewichtslage der inneren Organe. Dadurch normalisiert sich das Zusammenspiel der Körperbestandteile wieder.

Wie lange muss die Behandlung durchgeführt werden? Dies kann man nicht generell beantworten. Die Symptome können bereits nach einer einmaligen Behandlung verschwinden, manchmal ist ein Erfolg erst nach drei bis vier Behandlungen abschätzbar. In hartnäckigen Fällen wird man die Wirksamkeit erst nach mehreren Behandlungen beurteilen können oder es sind ggf. zusätzliche unterstützende Behandlungen notwendig. Am Anfang können sich die Beschwerden für ein bis zwei Tage sogar etwas steigern. Dies ist normal und kein Anlass zur Sorge. Wenn dies länger als zwei Tage andauert, oder Ihr Kind nach ein paar Tagen einen Rückfall zeigt, sollten Sie es erneut zur Untersuchung vorstellen.


Ist die Bauchlage für Säuglinge gefährlich?

Was das Thema "plötzlicher Kindstod" und "Bauchlage" angeht, so ist die Osteopathie anderer Meinung als die Schuldmedizin. Für die motorische Entwicklung Ihres Kindes, ist die Bauchlage sehr wichtig. Der gesamte Halteapparat entwickelt sich aus der Bauchlage heraus. Kopf anheben, stützen, drehen, krabbeln, robben, aufstehen, laufen, dies alles entsteht aus der Bauchlage und nicht aus der Rückenlage heraus. Damit Sie ihr Kind auch nachts auf den Bauch legen können, sollte sicher gestellt sein, das Ihr Kind den Kopf nach beiden Seiten gut drehen kann und eine ausreichende Belüftung sollte ebenfalls sicher gestellt sein.

Liegt Ihr Kind allerdings ständig auf dem Rücken oder in der Seitenlage, so wird das so genannte "Hinterhauptsbein" blockiert bzw. deformiert. Es entwickelt sich ein abgeflachter Hinterkopf welcher auch im restlichen Schädelbereich zu Deformierungen führt. Das wichtigste an diesem Knochen ist allerdings, das durch ihn die Arteria Vertebralis verläuft. Diese Arterie ist für 90% der gesamten Schädel Durchblutung verantwortlich. Durch eine Deformierung des Hinterhauptbeines kann es hier also zu gefährlichen Durchblutungsstörungen kommen.

Nach neuesten Untersuchungen soll übrigens ein Pilz in der Matratze (entwickelt aus Erbrochenem, das in die Matratze gelangte) für den plötzlichen Kindstod verantwortlich sein. Daher sollten Sie darauf achten, regelmäßig die Matratzenauflage bei 90 °C zu waschen. Weitere ungünstige Faktoren sind:

  • Zigarettenrauch in der Umgebung des Kindes
  • überwärmte Schlafräume
  • überladenes Kinderbett
  • Alkoholgenuss während der Schwangerschaft und Stillzeit

In Anlehnung an die Schulmedizinischen Untersuchungen (U) von Kindern, hat das Osteopathische Zentrum für Kinderosteopathie Berlin eine OU (Osteopathische Untersuchung) entwickelt. In Amerika schon längst Normalität soll nun auch in Deutschland eine Verbesserung der Vorsorge dadurch erreicht werden. Folgende Termine sind hierfür vorgesehen:

  • OU 1 0 – 3 Monate
  • OU 2 3 – 6 Monate
  • OU 3 18 – 24 Monate
  • OU 4 3 – 4 Jahre
  • OU 5 6 Jahre
  • OU 6 10 Jahre

Die Termine befinden sich in wichtigen Entwicklungsphasen eines Kindes. Gerade in diesen ist es wichtig, das Ihr Kind frei von Störungen und Blockierungen ist.Unabhängig von den OU sollten Sie bei Stürzen, Unfällen oder sonstigen besonderen Ereignissen auch an Blockaden in Gelenken bzw. Geweben denken. Diese können, wenn Sie nicht von alleine heilen oder behandelt werden, auch Jahre später noch Probleme entwickeln.




Autor des Artikels und inhaltlich verantwortlich:
Frank Römer

Datum des Eintrags: 27.02.11  

Fachbeiträge sind von dem Autor verfasst und unterliegen dem Urheberrecht.


















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Kommentare

Arne 06-01-11 17:54
"Nach neuesten Untersuchungen soll übrigens ein Pilz in der Matratze (entwickelt aus Erbrochenem, das in die Matratze gelangte) für den plötzlichen Kindstod verantwortlich sein."

Interessanter Hinweis

Vielen Dank
Ingo 06-12-10 10:52
Sehr gute Beschreibung

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